Viele Menschen leiden heutzutage zunehmend unter Beschwerden an der Halswirbelsäule. Manchmal kommt es sogar zu einem kompletten Prolaps ( Vorfall ) der Halswirbel. Hier stehen nun unter anderem auch minimalinvasive Operationsmöglichkeiten bei der Halswirbelsäulen Operation zur Verfügung.
Konkrete Symptome eines Bandscheibenvorfalls
1. Gangstörungen und Beschwerden in den Beinen
2. ausstrahlende Schmerzen z.B. in Schultern, Arme, Hände, Finger
3. Gefühlsstörungen, Kribbeln in Armen und Händen
4. Nackenschmerz
Ursachen für einen Prolaps eines Wirbels der HWS:
1. Verschleiß
2. schweres Heben, Unfälle, bestimmte, sich wiederholende Bewegungsabläufe
3. mangelnde Bewegung, ständiges Sitzen
4. Adipositas ( Übergewicht )
5. erblich bedingt
Entsprechende Diagnose
Zunächst wird der Patient natürlich ausführlich von einem Facharzt orthopädisch- neurologisch untersucht. Danach wird die genaue Diagnose mittels bildgebenden Verfahren, dem MRT, gestellt.
Konservative Therapie
Ist der Vorfall nicht stark ausgeprägt und liegen auch noch keine neurologischen Ausfälle vor, so wird meistens die konservative Therapie vorgezogen. Hier wird der Patient therapeutisch mit Salben, Schmerzmitteln und gezielter Gymnastik betreut. Sollte dies nach 6 Wochen noch nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, ist nun der chirurgische Eingriff angezeigt.
Mikrotherapie
Um schmerzstillende und abschwellend wirkende Medikamente direkt am betroffenen Bereich platzieren zu können, wird unter CT-Bildgebung eine Nadel in den knöchernen Wurzelkanal geführt und direkt an der entsprechenden Stelle platziert um die Medikamente zu verabreichen.
Dieser Vorgang muss nun mehrmals wöchentlich wiederholt werden.
perkutane Nukleotomie
Falls beide vorig genannten Therapien nicht wirksam sind, ist unter bestimmten Voraussetzungen die perkutane Nukleotomie denkbar. Bei dieser Methode, die sehr schonend für den Patienten ist, leitet man mehrere Kanülen bis an die Stelle des Vorfalls vor. Diese Kanülen werden in ihrem Durchmesser größer und ermöglichen es letztendlich dem behandelnden Arzt, den eingeklemmten Nerv zu befreien und somit eine Druckentlastung zu schaffen.
Mikrochirurgische Operation
Der Arzt macht hier einen kurzen Schnitt um das Operationsmikroskop mit einem speziellen Kameraobjektiv einzusetzen. Dieser Vorgang ermöglicht dem Neurochirurgen ein Millimeter genaues Arbeiten. Nun wird der Vorfall komplett entfernt und die Bandscheibe wird durch ein frisches Implantat ersetzt.
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