Sich krank zu fühlen ist heutzutage ein teures Vergnügen. Neben der Praxisgebühr beim Hausarzt fallen nicht selten hohe Kosten für Medikamente an. Besonders für chronisch kranke Patienten ist das oft eine enorme finanzielle Bürde. Auch die Kosten für Verbandmaterial und Pflaster werden nur selten von den Krankenkassen übernommen und belasten die Haushaltskasse zusätzlich. Eine Alternative scheinen hier Versandapotheken zu sein, die oft mit Preisnachlässen von bis zu 50 % werben. Doch ist dabei besondere Vorsicht geboten, denn nicht jede Versandapotheke ist seriös.
Welche Risiken bestehen?
Beim Einkauf von Arzneimitteln bei einer deutschen Versandapotheke kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Doch immer mehr ausländische Anbieter drängen auf den Markt und bieten angebliche Schnäppchen an. Hier sollte man sehr vorsichtig sein, denn in jüngster Zeit werden immer häufiger gefälschte Medikamente in Umlauf gebracht. Der Laie kann diese Arzneimittel nicht von echten unterscheiden und geht bei der Einnahme ein enormes Risiko ein. Möglicherweise haben diese Arzneien nur eine geringe oder gar keine Wirkung, wahrscheinlicher ist aber, dass sie der Gesundheit schaden. Negativ ins Gewicht fällt die fehlende Beratung bei einer Arzneimittelbestellung über das Internet. Daher sollte man im Zweifelsfall zuvor den behandelnden Arzt fragen.
Woran erkennt man eine seriöse Online-Apotheke?
Eine deutsche Versandapotheke muss sich an deutsche Gesetze halten. Pflicht ist, dass ihr ein approbierter Apotheker vorsteht. Schauen Sie also unbedingt ins Impressum der Apotheke, bevor Sie eine Bestellung tätigen. Hier müssen der Name des zuständigen Apothekers sowie die Anschrift der Präsenzapotheke deutlich vermerkt sein. Auch ein Hinweis über die zuständige Ärztekammer muss im Impressum angebracht werden. Auf jeden Fall ist es ratsam, Anbieter, die rezeptpflichtigen Medizinbedarf ohne Rezept verkaufen, zu ignorieren. Niederländische Versandapotheken haben einen ähnlich hohen Sicherheitsstandard wie deutsche. Hier kann man auch rezeptpflichtige Medikamente mit einem Preisnachlass erstehen. Das ist bei deutschen Versandapotheken nicht möglich, denn in Deutschland sind rezeptpflichtige Arzneien preisgebunden. Allerdings muss man das Rezept per Post an die niederländische Apotheke senden. Diese Kosten sollte man der Ersparnis gegenüberstellen.
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